PresseInfo


Auszeichnung für Benediktinerpater Willigis Jäger

Der wohl renommierteste Zen-Meister der westlichen Welt, Benediktinerpater Willigis Jäger, ist von der Europäischen Zen-Akademie für Führungskräfte zum Ehrenmitglied gewählt worden. In der Laudatio heißt es, „Willigis Jäger hat sich verdient gemacht um die Führungskräfte in Europa, indem er das Beste zweier Welten für sie kombiniert hat, nämlich westliche Rationalität und christliche Mystik mit fernöstlicher Spiritualität." Dem weit über Europa hinaus bekannten Benediktinerpater sei es mit seinen Zen-Kursen, Vorträgen und Büchern gelungen, vielen Führungskräften neue Orientierung zu geben und ihnen die Kraft aus der Stille zu erschließen. Dies sei heute besonders wichtig, weil nach Untersuchungen der International Labour Organzitation etwa 10 % der Führungskräfte krank und depressiv seien.

Die Arbeit der Führungskräfte sei durch die pausenlosen Änderungen und durch die häufig einseitige Orientierung nach außen besonders belastend geworden. Vielen gelänge es nicht mehr, ihre Ängste und ihren Stress zu bewältigen. Das Eingestehen von Ängsten – so die Befürchtung vieler Führungskräfte – sei mit dem Eingestehen verminderter Leistungsfähigkeit und dadurch mit der Gefährdung der Arbeitsstelle gleichzusetzen. Zudem stellten immer mehr Führungskräfte fest, dass sie ihre Erfolge auf Kosten von Werten erzielt hätten - eine zerrüttete Ehe, schlechte Beziehungen zu den Kindern, Verlust an Integrität und Authentizität - , die in keinem richtigen Verhältnis zu dem Erreichten stünden. Sie hätten häufig „leere" Siege errungen zu Lasten dessen, was ihnen wirklich wichtig und wertvoll sei.

Mit dem Weg nach innen lehre Willigis Jäger nicht den Weg aus der Welt, sondern er wolle durch die Erschließung der inneren Kräfte alle Energien freisetzen, die in jedem Menschen aufgespeichert, aber unter den Bedingungen des modernen Lebens häufig blockiert seien. Diese Kräfte für das Leben im Beruf und im privaten Bereich zu erschließen, sei das Ziel von Willigis Jäger. Der von ihm aufgezeigte Weg – der aufgrund des Wirkens von Jesuitenpater Hugo Lassalle in Rom als christliche Meditationsmethode Anerkennung gefunden habe – sei der Weg nach innen, der Weg der Achtsamkeit, der zu einer Ethik des Seins führe, die nicht auf Gebote und Verbote, nicht auf Müssen und Sollen aufbaue, sondern auf der inneren Gewissheit, durch Einsicht Mitverantwortung für die Mit-, Um- und Nachwelt zu tragen. Der sich daraus ergebende Reifeprozess setze auf Unabhängigkeit, die auf Selbstbeherrschung und Selbstachtung beruhe.

Die Europäische Zen-Akademie für Führungskräfte widmet ihr nächstes Symposium unter dem Titel „Führung – Ethik – Meditation" Willigis Jäger. Zu diesem Anlass werden u.a. sprechen: Dr. Wilfried Guth, ehemaliger Vorstandssprecher und Aufsichtsratsvorsitzender der Deutsche Bank AG, Dr. Peter Zürn, Leiter der Baden-Badener Unternehmergespräche, Paul J. Kohtes, Gründer der PR-Agentur Kohtes und Klewes, Kenneth Leong, Risk Manager der New Yorker Firma Conedison, Professor Dr. Michael von Brück, Religionswissenschaftler der Universität München und ein führender Experte des christlich-buddhistischen Dialogs. Frau Dr. Anna Gamma vom Lassalle-Institut in Bad Schönbrunn wird die Ergebnisse der „Ethik-Bilanz der Schweizer Wirtschaft" vortragen.

Professor Dr. Hans Wielens, Leiter der Zen-Akademie, weist darauf hin, dass die Arbeit von Willigis Jäger es Führungskräften ermögliche, ihr Gleichgewicht wieder zu finden, die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern, die psychische und physische Gesundheit zu fördern. Wer meditiere entwickele die Fähigkeit, sich loslösen und viele Formen der Angst besser überwinden zu können. Auch würden Krisen besser bewältigt werden können und man öffne sich gegenüber Veränderungen. Begeisterung und Lebensfreude würden zunehmen. Es gelänge, durch tiefe Ruhe und Entspannung, Stress besser abzubauen, die Arbeit positiver zu sehen und die Sensibilität gegenüber Mitarbeitern zu erhöhen. Es steige somit die Führungsqualität und die Führungskräfte würden unabhängiger von falschem Lob und falschem Tadel. Willigis Jäger, der sich zudem intensiv bemühe, die Theologie entsprechend den neueren Erkenntnissen der Naturwissenschaft und der Evolution weiter zu entwickeln, sei daher zu Recht als erstes Ehrenmitglied der Zen-Akademie ernannt worden.

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